em 1/2019 Kontextualisierung in der Bibel

Aus dem Inhalt

Ray Chen, Die Kunst Geschenke anzunehmen – Eine Taufpredigt zu Mk 10,13-16.

Abstract: Predigten wie diese sind Beispiele kontextueller Theologie, wie sie in der konkreten Gemeindearbeit zum Ausdruck kommt. Wir laden unsere Leser ein, ähnliche Beiträge von lokalen Mitarbeitern in Gemeinden anderer kultureller Kontexte an die Schriftleitung zu vermitteln.

Jerry Hwuang, Kontextualisierung und das Alte Testament.

Abstract: Kontextualisierung ist mehr als ein Set von Methoden, die Missionare in ihrem Bemühen um die Übersetzung der biblischen Botschaft in fremde kulturelle Kontexte erfunden haben. Schon die Bibel selbst ist nicht nur kontextuell zu verstehen, sondern in ihr geschieht Kontextualisierung – und zwar nicht erst im Neuen Testament, sondern schon im Alten Testament. Dieser Artikel zeigt Grundzüge der Kontextualisierung im Alten Testament und schaut anschließend auf drei Themenbereiche, die von besonderer Bedeutung für asiatische Kontexte sind und eine wichtige Vorbildfunktion für heutige Kontextualisierung haben.

Marc Schwab, Gott hat die Macht! – Angstkultur als Hintergrund des 1. Petrusbriefs.

Abstract: Dieser Artikel zeigt, welche neue Perspektive sich auf den 1. Petrusbrief ergibt, wenn man davon ausgeht, dass er für Menschen verfasst wurde, die im Kontext einer Angstkultur leben. Dazu der Begriff „Angstkultur“ kurz erläutert und anschließend relevante Aussagen des 1. Petrusbriefes zu Themen und Herausforderungen eines von Angst geprägtem Umfeldes näher behandelt.

Martina Kessler, Erotisierte heterosexuelle Beziehungen in der Mission.

Abstract: In vielen zwischenmenschlichen Begegnungen finden Erotisierungen statt – auch auf dem Missionsfeld. In Folgenden werden die erotisierten Erlebnisse von Missionar/-innen, ihre daraus resultierenden Bedürfnisse und die Folgen in und für Missionssituationen dargestellt, wie sie in einer qualitativ-empirischen, passiv-narrativen Forschung erarbeitet wurden. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass immer wieder Erotisierungen stattfinden, ohne dass wirklich Erotik vorliegt.

Joachim Schnürle, Erich Schick (1897-1966) als Mann der Mission – Missionsgeschichtsschreibung in den Jahren des 2. Weltkriegs.

Abstract: Erich Schick ist vor allem als Verfasser seelsorgerlich ausgerichteter Schriften bekannt. Sowohl Schriftauslegung als auch Impulse aus der Kirchengeschichte und aus den Kirchenliedern prägen sein Werk. Weniger bekannt ist sein Wirken als Missionslehrer und Schriftleiter von Missionszeitschriften, wodurch er bedeutenden Einfluss auf viele Missionsaktive ausübte. Dieser Artikel zeigt insbesondere anhand seiner Missionsgeschichtsschreibung, wie Schick in der herausfordernden Zeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine biblisch begründete heils­geschichtliche Sicht und Motivation der Mission vermittelte.

Weiteres:

Klaus W. Müller, Aus meiner Sicht: Prof. Dr. Bernd Brandl zum 65. Geburtstag.

missiotop Jahrestagung 2020

Rezensionen:

Collin Hansen (Hg.), Our Secular Age: Ten Years of Reading and Applying Charles Taylor, Deerfield: The Gospel Coalition, 2017.

Klaus Krämer, Klaus Vellguth (Hg.), Mission und Dialog. Ansätze für ein kom­munikatives Missionsverständnis (Theo­logie der Einen Welt 1), Freiburg: Herder, 2012.
Klaus Krämer, Klaus Vellguth (Hg.), Evan­gelisierung. Die Freude des Evan­geliums miteinander teilen (Theologie der Einen Welt 9), Freiburg: Herder, 2015.