em 1/2018 Gesunde Mission – gesunde Gemeinden

Aus dem Inhalt:

Luke Zheng, Die Einheit von expliziter und impliziter Theologie – Gemeindewachstum in Apostelgeschichte 2-5

Abstract: Gemeindewachstum ist ein Thema, dass Christen auf der ganzen Welt engagiert. Anhand des Berichts über das Wachstum der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem, insbesondere über die Sünde von Hananias und Saphira, legt der Autor dar, warum die Frage nach der Gesundheit einer Gemeinde Priorität haben muss vor der Frage nach ihrem Wachstum.

Jim Harries, Die Herausforderungen durch ein monistisches Weltbild und die Notwendigkeit des Gebrauchs von indigenen Sprachen und Ressourcen in Afrika.

Abstract: Die Zusammenarbeit zwischen dem Westen und Afrika scheint sich in einem endlosen Kreislauf zu bewegen. Dem Westen wurde unglaublicher Wohlstand beschwert, weil er die ökonomischen Mittel in die Hand nahm und materiell produktiv wurde. In Afrika dagegen werden Weltbild, Lebensweise und die Logik der Ökonomie von einem Monismus beherrscht, der Gleichheit fordert, aber Armut aufrechterhält. Solange die Hilfsversuche des Westens in Afrika diese Wurzel der Armut ignorieren, tragen sie faktisch zum Fortbestehen der Armut bei. Dieser Artikel vertritt die These, dass die entscheidende Ursache für die Unfähigkeit von westlichen Missions- von Hilfsprojekten, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, in dem Gebrauch westlicher Sprachen und Ressourcen liegt. Dadurch wird das Beherrschen westlicher Sprachen in der Interaktion zu einem Machtfaktor, der den Menschen in Afrika falsche ökonomische Signale gibt. So ist es im ökonomischen Interesse vieler Afrikaner, ausländisches Wissen zu pauken, das für ihrem indigenen Kontext wenig relevant ist, während lokal verankertes Wissen vernachlässigt wird und eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem afrikanischen Monismus unterbleibt.

Alfred Meier, Das Konzept der ‘Vulnerable Mission’ unter der Lupe. Persönliche Anmerkungen aus der missionspraktischen Perspektive.

Abstract: Der Ansatz der Protagonisten von Vulnerable Mission ist berechtigt. Er stellt die Kulturnähe und Nachhaltigkeit missionarischer Arbeit in den Vordergrund und plädiert für die Förderung lokaler Initiativen und die Anwendung lokaler Sprachen und Strukturen. Dadurch wird der westliche Missionar verletzlich. Das folgende Statement würdigt den Ansatz, plädiert aber dennoch für eine differenzierte theologische Reflexion und für eine flexible Anwendung im Kontext der auf Interdependenz ausgerichteten globalen Missionsarbeit.

Thomas Schirrmacher, Mission und Dialog, Überzeugen und Friedenstiften gehören zusammen. Eine kritische Stellungnahme zum Anti-Konversions-Beschluss der Rheinischen Landessynode.

Rubriken:

Aus meiner Sicht von Thomas Schirrmacher: Sein Lebensblut in den AfeM investiert – Eberhard Troeger wird achtzig.

Rezensionen:

  • Jeremy Schipper, Disability & Isaiah’s Suffering Servant, Oxford: Oxford University Press, 2011.
  • Hans-Georg Ziebertz / Tobias Ben­zing, Menschenrechte: Trotz oder wegen Religion? Eine empirische Untersuchung unter jungen Christen, Muslimen und Nicht-Religiösen (Em­pirische Theologie 25), Berlin: LIT Verlag, 2012.
  • Wolfgang Häde, Anschuldigungen und Antwort des Glaubens. Wahrnehmung von Christen in türkischen Tages­zeitungen und Maßstäbe für eine christ­liche Reaktion (Beiträge zur Missions­wissenschaft / Interkulturel­len Theo­logie 38), Münster: LIT-Verlag, 2017.