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Impuls zum Monatsspruch

„Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg“ (Jesaja 2,4).
Das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ wurde als Plastik von der Sowjetunion im Jahr 1959 an die Vereinten Nationen in New York geschenkt. Dieses Geschenk, das der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschov übergab, sollte den Wunsch nach der Beendigung weltweiten Wettrüstens symbolisieren und damit der Ernsthaftigkeit des sowjetischen Friedensstrebens Ausdruck verleihen. Die Plastik wurde vor dem Hauptgebäude der UNO am East-River in New York aufgestellt, wo sie heute noch steht.
Was für ein wunderschöner Traum, den wir Menschen, während Ihr diesen Zeilen lest, kaputtreden und kaputtschießen! Was für ein wunderschöner Traum! Ein Traum, weil über dem wunderbaren Wort des Monatsspruchs, Gottes „Noch nicht“ steht. Ausdrücklich noch nicht, wie Vers 2 es sagt. Es ist nicht Gottes Wille, dass Waffen geschmiedet werden und die Kinder Krieg lernen müssen. So sehr nicht Gottes Wille, dass das Erste, was er in seiner neuen Welt durchsetzen wird, die gründliche Abschaffung des Krieges ist. Keiner denke, Krieg sei nach Gottes Willen, nur weil er ihn jetzt noch duldet. Aber Abrüstung und Friedenserziehung sind ausdrücklich SEIN Werk. Und ausdrücklich sein Werk in der ZUKUNFT. Keiner denke, er könne Schwerter und Spieße umschmieden.
Die Grundlage für den Frieden wird die Neuorientierung der Menschen sein. Sie werden als ganze Völker nach Gottes Recht fragen (Verse 2-3). Und auch das liegt in der Zukunft. Heute sind es Einzelne. Das ist das Merkmal dieser unserer zu Ende gehenden Epoche: Einzelne werden gerufen und zu Gottes neuem Volk gesammelt. Ihre Aufgabe kann nicht – und DARF nicht – der Weltfrieden sein. Danach wird GOTT ganze Völker zu sich rufen, dass sie alles Ganze nach seinem Recht fragen. Und er wird zwischen den Völkern als Schiedsrichter auftreten – und Recht und Frieden schaffen.
Es ist eine schwere Verirrung der christlichen Ethik, wenn sie die Schaffung des Weltfriedens als Aufgabe der Christen fordert. Denn sie fordert, dass der Mensch Gottes Werk tue. Dies aber kann nur zu verblendeter Selbstüberschätzung und gottwidriger Überheblichkeit führen – oder aber in Enttäuschung, Verbitterung, Mutlosigkeit, Nihilismus, Zynismus, und letztlich Atheismus. Und für beides gibt es in der neueren Geschichte mehr als genug Beispiele.
Doch das soll und darf nicht heißen, dass die christliche Ethik nicht zutiefst Ethik der Hoffnung und nicht zutiefst Ethik des Friedens sein MUSS! „Komm, o Haus Jakobs, wir wollen wandeln im Lichte des HERRN!“ (Vers 5). „Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden!“ (Römer 12,18).
