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Kalenderblatt: Todestag von St. Patrick

Heute wird weltweit der St. Patrick’s Day gefeiert. Der heute auch als säkularer Feiertag mit Paraden, grünem Symbolismus und irischer Kultur gefeierte Tag war ursprünglich ein kirchlicher Gedenktag für den Missionar Patrick.
Ungeachtet der vielen Legenden, die sich um S. Patrick ranken, finden wir die zuverlässigsten Angeben zu seiner Herkunft in seinen eigenen Schriften, namentlich in der Confessio. Nach denen wurde Patricius um das Jahr 400 als Sohn des in Britannia stationierten römischen Offiziers Calpornicus geboren, der auch als Diaconus in der örtlichen Kirchengemeinden tätig war.
Im Alter von 16 Jahren plünderten Sklavenjäger seinen Heimatort und er wurde nach Irland verkauft. Er arbeitete als Schafhirt, fand Trost in seinem christlichen Glauben und lernte trotz seiner Sklaverei Land und Leute lieben.
Der entsprechende Text in der Confessio lautet:
Mein Name ist Patrick. Ich bin ein Sünder, ein einfacher Landmensch und der Geringste unter den Gläubigen. Viele blicken auf mich herab. Mein Vater war Calpornius. Er war Diakon. Sein Vater war Potitus, ein Priester, der in Bannavem Taburniae kebte. Sein Haus war in der Nähe, und das ist auch der Ort, wo ich gefangen genommen wurde. Ich war damals etwa sechzehn. Dabei Damals kannte ich den wahren Gott nicht. Ich wurde in Gefangenschaft genommen und nach Irland verschleppt, zusammen mit Tausenden anderen. Wir haben das verdient, denn wir waren von Gott abgewichen und hielten seine Gebote nicht. Wir hörten nicht auf unsere Priester, die uns Ratschläge gaben, wie wir gerettet werden konnten. Der Herr brachte seinen starken Zorn über uns und hat uns unter viele Nationen zerstreut, bis an die Enden der Erde. Erst unter Fremden merkte ich, wie klein ich war.
Dort öffnete der Herr mein Bewusstsein für meinen Mangel an Glauben. Obwohl es spät geschah, erkannte ich meine Fehler. Ich wandte mich von ganzem Herzen dem Herrn, meinem Gott, zu und er blickte herab auf meine Niedrigkeit und hatte Erbarmen mit meiner jugendlichen Unwissenheit. Er beschützte mich, bevor ich ihn kannte und bevor ich zur Weisheit kam und zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte. Er hat mich beschützt und tröstete mich, wie es ein Vater für seinen Sohn tut.
Deshalb kann ich nicht schweigen – und es wäre auch nicht gut, es zu tun – über solch große Segnungen und solch ein Geschenk, dass der Herr so gütig war im Land meiner Gefangenschaft (Absätze 1-3).
In einer Vision von einem Engel namens Victorius zur Flucht aufgefordert, gelang ihm diese nach etwa sechs Jahren Sklaverei mit Hilfe von Händlern.
Seine theologische Bildung soll er im Marmoutier im heutigen Elsass in der Abtei Lérins erhalten haben. Nach einem nächtlichen Berufungserlebnis, in dem er Stimmen von Iren hörte, die ihn nach Irland zurückriefen, wurde er auf seinen Antrag hin 432 von Papst Coelstin I nach Irland entstand.
Bis zu seinem Tod am 17.3.461 missionierte er in Irland, führte Tausende von Iren zum christlichen Glauben und gründete Klöster, Schulen und Kirchen, namentlich die Kathedrale Armagh.
